...no hurry no worry...

 

Nr 11 Dunvegan, Schottland – Home sweet Home in Switzerland

 

Da wir uns nur schweren Herzens von der unbesiedelten schönen Landschaft in Schottland verabschiedeten, mussten wir dafür die nächsten paar Tage mehrheitlich mit fahren verbringen. Als wir eines Abends in der Nähe eines Flughafens an einem Waldrand übernachteten, wurden wir plötzlich von der Polizei überrascht. Diese glaubten, wir wären Drogenschmuggler. Wir konnten sie natürlich vom Gegenteil überzeugen. Nach einem unterhaltsamen Gespräch, sagten sie uns dann sogar, wo wir ungestört übernachten können.
Knapp dem Gefängnis entkommen, machte uns Manny am nächsten Morgen bei einem Startversuch klar, dass er die Heimreise noch nicht antreten möchte. Die Benzinzufuhr funktionierte nicht mehr. Doch Mathias konnte dies gerade noch reparieren, sodass wir rechtzeitig auf die Fähre nach Frankreich fahren konnten.

 

Nach einem lustigen und langen Abend mit den Thurgauer Sandro und Claudia, welche ebenfalls sechs Monate am Reisen waren, hiess es nun fahren fahren fahren… Denn in Luzern, erwartete uns bereits Iwan, den wir am Nordkap kennengelernt haben. Er zeigte uns die Region Sörenberg von der besten Seite. Nach einer Wanderung auf das Brienzer Rothorn und dieser fantastischen Aussicht über die Schweizer Berge war uns klar, dass es in der Schweiz immer noch am schönsten ist. Am nächsten Tag bestaunten wir den Alpabtrieb und genossen ein Raclette zum Mittagessen. Wir fühlten uns also ganz schnell wieder Zuhause.

Hier noch einige Zahlen:
Anzahl Tage unterwegs: 178
gefahrene Kilometer: 24'000
Anzahl durchquerte Länder: 22
Höchster Punkt mit Manny: 1550 Meter über Meer in Montenegro
Tiefster Punkt mit Manny: 212 Meter unter Meer in Norwegen
Im Durchschnitt waren wir jede sechste Nacht auf einem Camping.

 

Gerne erinnern wir uns an jeden einzelnen Tag unserer Reise zurück. Wir lernten viel spannendes anderer Kulturen, Länder und Sprachen. Wir danken all denen, die wir in diesem halben Jahr getroffen haben und dieses Abenteuer zu einer einmaligen Zeit machten, aber auch allen, welche uns von Zuhause aus mitverfolgen, für die vielen Gästebucheinträge und lieben Nachrichten.

 

Es ist schön, wieder Zuhause zu sein! Wir freuen uns, euch bald einmal zu Treffen und noch viel mehr vom Erlebten zu erzählen.
Mathias und Nadja

Nr 10 Newhaven, England – Dunvegan, Schottland

 

Natürlich war Brighton eines unsere Ziele. Dort überraschten wir die nette Gastfamilie von Nadja. Auch bei den mysteriösen Steinen, den Stonehenge machten wir einen halt. Die muss man eben einfach mal gesehen oder wie man auch sagt – gespürt haben.

 

Der Süden Englands brachte uns nahe an den Gedanken, wieder die Fähre auf das Festland zu nehmen und doch noch in den Süden zu fahren. Das Wetter war nass und kalt, wir hatten viel Verkehr auf den Strassen und Schlafplätze im Freien waren echt rar! Zum Glück überzeugten uns aber die unberührte Natur und die vielen wunderschönen Wanderwege. Nach einer Woche konnten wir dann doch vom Regen Abschied nehmen – natürlich nachdem wir unsere wasserfeste Wanderausrüstung neu eingekauft haben!

 

Zufälligerweise stiessen wir auf ein Moto Racing, wo wir uns über die Legalität dieses Rennens Gedanken machten. Die Autos crashten sich, was echt lebensgefährlich aussah. Als es bei den unter 16 Jährigen dann zu einem gröberen Unfall kam, wurde der ganze Anlass abgebrochen. Eines Abends stiessen wir bei einem Spaziergang auf wilde Brombeeren. Da pflückten wir soviele, dass es für eine selbstgemachte Konfitüre reichte – jammy!!

 

Rundum auf der Insel fanden wir riesige wunderschöne Sandstrände. Aber auch die unterschiedlichen Küsten waren sehenswert und belebt. Immer wieder sahen wir Robben, Delfine und verschiedene Vogelarten. In Schottland jedoch wünschte wir, es würde ein kleiner Wind wehen, denn dort wimmelte es von ganz kleinen Mücken, welche uns zwangen, den Abend in Manny zu verbringen und die Türen nicht mehr zu öffnen! Zum Glück trafen wir auf ein tolles Solothurner Pärchen, mitwelchen wir mehrere lustige Tage verbrachten. Da diese ein Kajak dabei hatten, genossen wir einige Stunden auf den ruhigen Seen, mitten im Gebirge. Die Moor überdeckten Hügel haben aber auch seine Nachteilen. Mathias brachte nämlich täglich mehrere Zecken „nach Hause“.

 

Natürlich durfte ein Besuch in einer Whisky Destilliere nicht fehlen – oder auf jeden Fall das Kostproben. Aber trotz der interessanten Führung durch die Brennerei, wurden wir keine Whisky Fans. Am Meisten über die Kultur des Landes erfuhren wir am berühmtesten Highlandgames in Braemar. Interessant verfolgten wir das Seilziehen, Dudelsack blasen und das Baumstamm werfen. Der Höhepunkt war aber der Besuch der Queen mit ihrem Charles, welche das Geschehen ebenfalls kurz mitverfolgten. Und für die, die es noch nicht wussten, die Schotten tragen wirklich keine Unterwäsche unter dem Schottenrock – wir haben den Beweis :-)

 

Im Hohen Norden trafen wir auf ein Basler Ehepaar, die mit einem Off Roader die Welt umreisen. Die Zeit verging wie im Flug, als wir uns über unsere Reisen austauschten. Die zwei Basler haben uns so inspiriert, dass wir jetzt noch von diesem Treffen schwärmen und viele neue Reiseideen in uns herum schwirren. Wir hoffen euch zwei lieben irgendwo auf der Welt wieder zu treffen!! Während euer Abenteuer erst richtig los geht, neigt sich unseres langsam dem Ende zu. Obwohl uns das Reisefieber nicht mehr los lassen will, treten wir den Heimweg an...

 

Bis bald, wir freuen uns auf euch!

Mathias und Nadja

 

Nr 9 Oslo, Norwegen – Newhaven, England

 

Wir nahmen die herrliche Wärme von Norwegen noch einige Tage mit uns mit. So fuhren wir zufälligerweise an ein Erbsenfeld, wo gerade vier riesige Erntemaschinen und drei weitere Traktoren mit Putz- oder Tankstellenfunktion an der Arbeit waren. Da musste natürlich angehalten werden um diese Maschinen zu fotografieren. In diesem Moment kam ein netter Herr auf uns zu, der uns anbot mitzufahren. Mathias Augen glänzen und schon sahen wir das Ganze von oben und lernten viel über die Erbsenernte. In Schweden durfte ein Halt in der IKEA natürlich auch nicht fehlen. Dort wurde Manny’s Küchenequipment erweitert.

 

Dänemark hat viele Ähnlichkeiten mit dem Thurgau. Viele Weizenfelder erstrecken sich über das flache Land, welche zu dieser Zeit gerade mit den modernsten aber auch sehr alten Mähdrescher geerntet wurden. Zur Abkühlung genossen wir die heissen Tage an den wunderschönen Sandstränden. Kopenhagen besichtigten wir mit unseren Velos, welches wohl die beste Lösung für diese grosse Stadt war. Den 1. August feierten wir gemütlich mit einem Fondue und einem Schluck Wein neben drei Fackeln.

 

In Deutschland, wo die Kommunikation wieder problemlos lief, getraute sich Mathias doch noch unter das Messer. Nun sind Haare und Bart wieder kurz. Auch Manny musste sich einem Service unterziehen. Nicht weil wir Probleme hatten, sondern weil ein Ölwechsel und ein Blick eines Fachmannes nach den vielen gefahren Kilometer wiedermal nötig war. In Hamburg trafen wir auf den Autostöpler Michael aus Polen. Da wir die gleichen Ziele hatten und er uns gleich sympathisch war, verbrachten wir weitere drei Tage mit ihm. Am Morgen gab er uns Yoga-Stunden, wir bekochten uns gegenseitig mit traditionellen Köstlichkeiten und hatten einander viel zu erzählen. Während wir ihm das Schwingen beibrachten, musste Mathias dafür bei einem Kampfsport aus Polen hinhalten, bis ihm die Luft weg blieb. An einem Abend, als Michael bereits das Zelt neben Manny aufgestellt hatte, fuhr plötzlich noch ein kleiner drei-rad Traktor mitten auf die Wiese. Wir hatten schon Herzklopfen, ob dem Bauer unser Übernachtungsplatz nicht gefällt!? Doch nein, es war ein anderer Wildcamper aus Deutschland, der mit seinem Hund und Gepäck auf dem Weg an eine Hochzeit, 200 km entfernt, war. Der ungepflegte, aber sehr humorvolle Mann übernachtete neben seiner 6 km/h Maschine unter freiem Himmel! So armselig wie dies klingen mag, hatte er aber doch ein WC mit im Gepäck!! J

 

In Holland veränderte sich die Natur abrupt. Das Land, welches mehrheitlich unter dem Meeresspiegel liegt, ist mit vielen kleinen Flüsschen und Windrädern geschmückt. Jede Stadt ist sehr Velo freundlich, also fuhren auch wir mit unseren Drateseln in die Metropole Amsterdam. Achtung, nicht vergessen wo man das Velo im vierstöckigen Veloparkhaus hingestellt hat! In Alkmaar erlebten wir den grössten und ältesten Käsemarkt hautnahe mit. Von der Preisverhandlung und das Wägen bis hin zum Vertrieb der Käse.

 

Nun sind wir schon auf die Britische Insel rüber geschifft. An den Linksverkehr haben wir uns schneller gewöhnt, als an das wechselhafte Wetter und den Wind hier in England. Da wir auch die Uhren um eine Stunde retour stellen mussten, wird es dementsprechend auch früher wieder dunkel.

 

Wir freuen uns, das britische Reich zu entdecken.

 

All the best, Mathias+Nadja

 

Nr 8 Nordkapp, Norwegen – Oslo, Norwegen

 

Was sollen wir nach diesen 30 wunderschönen Tagen bei mehrheitlich 30 Grad noch sagen?! Diesen aussergewöhnlich heissen Sommer in Norwegen haben wir total genossen. Nachdem Mathias mit Iwan noch die Wanderung an den nördlichsten Punkt Europas auf sich nahm, verliessen wir das Nordkap nach 48h Sonnenschein. Als krönender Abschluss genossen wir noch zwei Nächte, nicht weit vom Kap entfernt mit Daniel und Iwan. Da die Fische gerne anbissen und Mathias mit Iwan bis in die Morgenstunden angelte, gab’s nur noch frisch gefangenen Fisch mit Schoggibananen am gemütlichen Lagerfeuer. Glücklicherweise merkten wir kurz vor dem „Tschüs-sagen“, dass die eine Vorderbremse überhitzt war. Da waren wir um die Fachkenntnis von Iwan froh, der uns die Bremse kurzerhand reparierte. Wir hatten eine unvergessliche Zeit mit euch zwei – schön euch kennengelernt zu haben!!

 

Da uns die Mitternachtssonne so viel Energie gab, hatten wir eher kurze Nächte. Wir kosteten die herrliche Sonne aus, besichtigten die kleinen Fischerdörfchen, machten herrliche Wanderungen und genossen den kristallblauen Sandstrand. Einst mieteten wir ein Fischerboot und versuchten unser Glück auf dem offenen Meer. Denn grössten, 55cm langen Dorsch, filetierte Mathias nachdem er eine genaue Instruktion bekam. Übrigens, auch Nadja ist nun im Besitz einer Angelrute.

 

Um den Vorrat, den wir in Polen eingekauft haben, waren wir ziemlich froh. Denn die Lebensmittel sind in Norwegen wirklich noch viel teurer als in der Schweiz. Für 2l Milch und ein 500gr Brot bezahlt man schnell mal 10 CHF. Auch für das Benzin haben sie stolze Preise. Im Norden zahlten wir 2.50 CHF für den Liter. Was uns aber besonders auffällt, von Jung bis Alt sprechen alle ausgezeichnet Englisch.

 

Auf den kurvigen, ab und auf Strassen durch Norwegen verkamen wir einigen Wasserfällen und Gletscher. Auch Delfine sichteten wir ab und zu im Meer. In Steinkjer liefen wir eine Stunde um auf dem grössten Stuhl der Welt Platz zu nehmen. Auf einem Camping sichtete Mathias einen Bagger, welcher von einem Anfänger bedient wurde. Keine Minute verging und Mathias sass in seinem Lieblings Spielzeug. Nun war er der Chef auf der Baustelle und die undichte Leitung war im Nunn ausgebuddelt.

 

In Trondheim empfingen wir Nadja’s Schwester mit einer riesigen Freude. Denise begleitete uns für 10 Tage bis nach Oslo. Wir fuhren über die Antlantikstrasse, welches die schönste Strasse der Welt sein solle und tuckerten die Nadelkurven am Trollstigen hoch. Sahen wunderschöne Fjorde und machten eine der bekanntesten Wanderungen in Norwegen. Um ein Foto auf der Trollzunge zu schiessen mussten wir 11km bei 1000 Höhenmeter unter die Füsse nehmen. Danach durfte das Bad im kalten Bergsee natürlich nicht fehlen. Da Mathias die zwei Frauen jeweils mit Gourmet Gerichten bekochte, wurde er dafür als Hahn im Korb verwöhnt. Schade, dass die Zeit immer so schnell vergeht. Denise, wir vermissen dich jetzt schon wieder!!

Wir senden euch ganz viel Sonnenstrahlen!!

Mathias und Nadja

Nr 7 Tallinn, Estland – Nordkap, Norwegen

 

Juuuuhui, wir sind am Nordkap angekommen!! Aber zuerst nochmals zurück zu Tallinn, wo wir nach dem Städtetrip mit kriminellen Nachrichten überrascht wurden. Nach der ersten Nacht auf dem überteuerten Camping ausserhalb der Stadt, entschieden wir, wie viele weitere Camper auch, über Nacht bevor wir auf die Fähre gingen auf dem 24h Parkplatz am Hafen zu parkieren. Gegen Abend fuhr dann plötzlich die Polizei auf den Platz und warnte uns vor Einbrüchen. Ebenfalls haben wir von einem Einbruchversuch vor wenigen Stunden eines Deutschen Ehepaares erfahren. Netterweise bot der Polizist uns die Übernachtung vor dem Polizeigebäude an, welches eine ganze Campingflotte gerne entgegennahm. Also schliefen wir nach einigen sehr amüsanten Schnappsrunden mit den Deutschen tief und fest vor dem wohl am besten überwachten Gebäude Estlands. Nach dieser lustigen Runde werden wir unsere Schicksalsgenossen bestimmt einmal besuchen ;-)

Auf der Fähre trafen wir auf ein unterhaltsames Ehepaar aus Belgien. Er zeigte uns, wie man einen ganzen Möven Schwarm innerhalb einigen Sekunden um sich hat. Wir streckten Toastbrot in die Luft, welches die Vögel wegschnappen kommen. Es braucht ganz schön Mut - sieht definitiv einfacher aus, als es ist!

Kaum in Finnland angekommen, feierten wir wie alle Einheimische den längsten Tag des Jahres an einem Lagerfeuer am Strand. In Lappeeranta bestaunten wir noch die Kunstwerke aus Sand danach fuhren wir viele Kilometer durch eine eintönige baumreiche Landschaft. Da es wenig Verkehr hatte waren wir ziemlich zügig unterwegs. Der Benzinpegel sank und sank…

Auf einem sehr idyllischen Übernachtungsplatz an einem Fluss wurden wir von zwei netten Finnen überrascht, welche wie jeden Abend traditionell mit ihrer Sauna auf vier Räder schwitzen gingen. Auch wir durften in die selbstgebaute Sauna einsteigen, einige Minuten bei 90° ausschwitze und natürlich noch mit dem Tarzanseil in den kalten Fluss schwingen. Eine super Erfahrung mit Nachteilen, denn auch die Mücken fanden gefallen!

Beim Überqueren des Polarkreises hatten wir eine nette Begegnung mit dem Santa Claus. Wir schüttelten dem alten Mann die Hand und sprachen sogar auf Deutsch mit ihm! Wer also glaubt, es gibt ihn nicht, liegt falsch ;-) Auch auf einer Husky-Farm statteten wir einen Besuch ab, wo wir die süssen Schlittenhunde knuddeln durften. Natürlich kosteten wir auch Renntierfleisch und diverse Lachs Gerichte.

Die Fahrt ans Nordkap war einfach gigantisch! Bei blauem Himmel, atemberaubender Natur und zwischen den Renntieren driftete Manny die Kurven. Wie es der Zufall wollte, trafen wir kurz vor dem Kap nochmals auf Daniel, welcher wir in Helsinki kennenlernten. Auch mit Iwan machten wir eine nette Bekanntschaft und so kam es, dass wir zu viert auf diesen besonderen Moment am nördlichsten Teil Europas mit einem Champagner anstiessen. Seit 24h scheint nun die Sonne voller Kraft auf uns herunter, was anscheinend eher eine Seltenheit ist. Der kalte Wind vom Eismeer bescherte uns aber trotzdem kalte Nächte.

Nach 86 Tagen und mit 10‘000 km auf dem Buckel haben wir also eines unserer Ziele erreicht. Dieses Gefühl mit den vielen erlebten Abenteuer ist einfach unbeschreiblich!

 

Nr 6 Wygryny, Polen – Tallinn, Estland

In Polen machten wir noch einen Grosseinkauf, da es hiess, Richtung Norden werde alles viel teurer. Nun ist Manny also bis auf den letzten freien Platz mit Pasta, Konserven und Bier gefüllt.

In Litauen durften wir mit grosser Freude unsere lieben Freunde Simi und Fabio empfangen. Zu viert fuhren wir auf der Kurischen Nehrung nach Nida. Das kleine Fischerdorf erreicht man nur auf einer 90km langen Mautstrasse durch einen Fichtenwald. Dort, direkt an der Grenze zu Russland befinden sich riesige Sanddünen. Das Wetter war perfekt für einen Spaziergang am Sandstrand. Dann mussten Mathias Haare daran glauben. Simi zauberte mit der Papierschere eine hübsche neue Frisur. An seinem Bart darf aber immer noch auf keinen Fall herum geschnipselt werden!!

In Kaunas sahen wir das litauische Basketball Finale. Das Resultat war eindeutig für Kaunas, trotzdem pfiffen die Fans die gegnerische Mannschaft aus, sobald sie in Ballbesitz waren. Für uns hinterliess dieses unfaire Verhalten einen endtäuschenden Eindruck Litauens. Nach dem Städtetrip in Vilnius mussten wir unsere zwei Besucher leider wieder verlassen. Es war schön mit euch, obwohl wir mindestens zwei Desserts pro Tag zu viel assen ;-)

Der Berg der Kreuze, ist eine Gedenkstätte an den litauischen Widerstand gegen die Russen und Sowjets. Auf diesem kleinen Hügel liegen weit über tausend Kreuze. Auch das Schloss Rundäle zeigte sich in Pracht und Prunk. Während wir durch den riesigen Garten liefen, kam uns oft der Geruch der Rosen in die Nase.

Obwohl wir uns oft über die mehrmals zusammengeflickten Strassen, teils sogar nur Kiesstrassen in Lettland nervten, machten die Letten einen sehr sympathischen Eindruck. In Riga beeindruckte uns der grosse Markt, wo es ziemlich alles zu kaufen gab. Von eingelegten Essiggurken bis zu ganzen Schweinen…

Auf dem Weg nach Tallinn trafen wir auf wunderschöne lange Sandstände, wo wir die gemütliche Atmosphäre mit Musik, Kaffees und Beachfeldern genossen. Nur zum Baden ist das Meer dann doch noch eher frisch. Das WM-Spiel Schweiz : Ecuador verfolgten wir mit der Schweizerfahne auf einer Tribüne direkt am Meer.

Nun freuen wir uns auf Skandinavien. Da wir schon viel über diese Länder gehört haben und dem entsprechen Tipps erhalten haben sind wir gespannt, wie wir das Leben dort meistern werden. An die kurzen Nächte haben wir uns übrigens schon hier im Baltikum gewöhnt...

Bis bald, wenn die Elche rufen…

 

Nr 5 Prag, Tschechien – Wygryny, Polen

 

Leider war das Wetter in Prag ziemlich abwechslungsreich. Deshalb nutzen wir die Nacht und suchten unter anderem den grössten Musikclub Mitteleuropas auf. Der 5-stöckige Club hatte nicht nur unterschiedliche Musik sondern auch eine Eisbar, wo wir uns nach dem schweisstreibenden Tanzen bei -7° abkühlten. Am folgenden Tag war Siesta angesagt… ;-)

 

In Polen wurden wir ganz herzlich von Bekannten von Nadjas Vater empfangen. Sie verwöhnten uns auf höchstem Niveau, zeigten uns polnische Delikatessen und erzählten uns viel über das Land. Die 4 stündige Führung durchs Konzentrationslager Auschwitz war sehr spannend, liess uns aber die Haare stehen. In der Stadt Wadowice, wo Papst Johannes Paul II geboren wurde, liessen wir uns von seiner Geschichte in einem sehr modernen Museum mitreissen. Dann verschwanden wir noch 360 Meter unter dem Boden, wo wir das Kohlenwerk betrachteten. Es war eindrücklich, was die da unten alles leisten… Da sind wir froh, während der Arbeit das Tageslicht zu sehen.

 

Bardzo dziękuję! Sehr dankbar und nur ungerne verlassen wir diese liebe Familie wieder und fahren nach Zakopane, wo sich die Berge Polens befinden. Hier machten wir eine 6 stündige, wunderschöne Wanderung zum Morskie Oko. Leider ist dieser Platz mit Touristen überströmt, da dieser See auch mit Ross und Wagen erreichbar ist. Also liefen wir noch weiter. Zwar mussten wir die Schuhe abziehen, da ein Fluss den Weg kreuzte, aber oben am Gletschersee genossen wir eine herrliche Aussicht.

 

In Warschau hatten wir Glück und Unglück. Glück, dass wir nach der 30° heissen Stadtbesichtigung das plötzliche Unwetter gerade noch rechtzeitig bemerkten und es auf den Camping schafften. Dort lernten wir ganz nette polnische Leute kennen. Unglück, dass Manny bei der Abfahrt am nächsten Tag nur noch 50 Meter fahren wollte. Da auch Mathias nicht mehr weiter wusste, schlug uns das Herz schon etwas höher. Wir warteten auf den Pannendienst, als plötzlich die netten Polen wieder über den Camping liefen. Kurzerhand schaute der gelernte Automechaniker Manny mal genauer an und reparierte ihn umgehend. Unsere und Mannys Seele machten Freudensprünge.

 

Nun waren wir noch einige Tage im Masurischen Gebiet. In dieser Gegend gibt es mehr als tausend Seen – Natur pur! Wir nutzten die Gelegenheit und machten eine 4 stündige Kanutour durch eine unberührte Natur, wo wir nur Vogelgezwitscher hörten und den Schwänen mit ihren Jungen zusahen. Nur die Strömung könnte etwas stärker sein, dies bewiesen uns die Blasen an den Fingern und den Muskelkater in den Armen. Ausserdem besuchten wir eine Hirschen Farm, wo wir viel über das Wild lernten und die Tiere von ganz nahe betrachten konnten.

 

Wir sind also total positiv überrascht von Polen. Die Leute sind offen und hilfsbereit. Wir fühlen uns überall willkommen. Sogar die Polizei, welche in der Nacht noch Kontrolle machte, liess uns Wildcampen! Morgen geht’s weiter über die Grenze nach Litauen, wo wir ein Freundespaar treffen. Wir freuen uns, wieder einmal Schwiizerdütsch zu sprechen.

 

Wir sind also immer noch voller Motivation und Energie unterwegs und freuen uns aufs Baltikum.
Senden euch herzliche Grüsse

 

Mathias und Nadja

 

Nr 4 - Niksic, Bosnien – Prag, Tschechien

 

Nachdem wir Bosnien verlassen haben, weilten wir einige Tage am Plattensee in Ungarn. Um im grössten Süsswassersee von Europa zu baden war es noch zu kalt. Trotzdem genossen wir die herrliche Landschaft in Ungarn und verbrachten mehrere Tage rund um den See. In diesem Wasser machte Mathias seine ersten Erfolge als Fischer. Mit einer neuen Technik, welche wir von den erfahrenen Fischern abgeschaut haben, bissen drei Fische innerhalt von 20 Minuten! Dies musste natürlich gefeiert werden. Also wurden diese gleich gegrillt und gegessen…

 

In Heviz kamen wir dann doch noch zum Baden. An einem verregneten Tag nützen wir die Gelegenheit und stiegen in den 34° warmen, natürlich aktiven, weltgrössten Thermalsee. Der schlammige Boden und der leichte Schwefelgeruch sorgten für ein spezielles und absolut gesundes Badefeeling.

 

Auf der Halbinsel Thiany genossen wir das wunderbare Wetter, die herzigen Häuser mit Dächern aus Schilf, die Aussicht über den See und die kleinen Einkaufsgassen.

 

Dann ging es ab in die Grossstadt Budapest, welche uns mit ihren prunkvollen Gebäuden sehr beeindruckte. Beim Benützen der U-Bahn fuhren wir mehr oder weniger unabsichtlich ohne gültiges Billet. Dies kam uns teuer zu gestehen, da wir genau in die Grosskontrolle liefen. Leider sprachen die Kontrolleure genau so wenig Englisch wie diese vom Ticketbüro, da nützen also alle Diskussionen nichts. Ja, wir fahren besser wieder mit unserem Manny, der machte uns nämlich bis jetzt noch keine Probleme!!

 

Nach der kurzen Besichtigung von Bratislava waren wir schon in Wien. Am ersten Tag watschelten wir im Regen durch die Stadt, als Belohnung gab‘s ein traditionelles Wiener Schnitzel. Am zweiten Tag zeigte sich Wien dann aber von seiner schönsten Seite. So hätten wir noch viele Stunden im Park mit Sicht über Sissi’s Schloss verbringen können. Nur ungerne verliessen wir diese Traumstadt wieder…

 

In Tschechien angekommen vertrieben wir die Zeit bei einer Brauereibesichtigung vom weltbekannten Budweiser Bier. Dieses wird nur in der Stadt Ceske Budejovice gebrauen, da sie das speziell saubere Quellwasser direkt 350 Meter unter der Brauerei entziehen. Natürlich durfte das Kostproben auch nicht fehlen…

 

Nun sind wir in Prag, wo wir eine Stadt- und Nachtleben Besichtigung machten. Leider hat uns der Regen wieder eingeholt, doch auch bei uns wird’s bestimmt bald sommerlich. Ab Montag sind wir bereits in Polen, dann haben wir bald wieder das Meer in Sicht…

 

Sbohem – Tschüss aus Tschechien!

 

Nr 3 – Sibenik, Kroatien – Montenegro – Niksic, Bosnien

 

Zum ersten Mal durfte Manny mit uns auf die Fähre. Die Insel Brac erkundigten wir mit unseren Drahteseln und zum ersten Mal bereuten wir es, dass wir nicht unsere Mountain Bikes mitgenommen haben. Denn dank der schlechten Beschilderung stossen wir unseres Gefährt scheisstreibend von 0 auf 450 M.ü.M. zum Glück konnten wir dies auch wieder runter rasen. Die Fahrt ging aber wortwörtlich über Stock und Stein auf Wanderwege. Den höchsten Aussichtspunkt auf der Insel tuckerten wir dann wieder mit Manny hinauf und genossen eine herrliche Aussicht auf die Insel Hvar und auf einen der Top 10 Stränden in Europa.

 

Ostern kam für uns eher überraschend. Erstens vergassen wir fast den Osterhasen zu verstecken und zweitens haben wir nicht daran gedacht, dass natürlich auch in Kroatien alle Lebensmittelläden geschlossen haben. Mit kleinem Vorrat suchten wir abends nach der Ankunft zurück am Lande ein Camping. Und wie es der Zufall wollte, trafen wir auf eine Deutsche Reisegruppe mit pensionierten Ehepaaren, welche uns zu ihrer lustigen Runde auf ein, zwei Gläser Wein einluden und uns gleich ihr restliches Salatbuffet zur Verfügung stellten. So feierten wir also interessante und sehr humorvolle Ostern. Während uns der Reiseleiter gute Reisetipps geben konnte, verwöhnte uns auch der Chef des Campings. Sein Hobby ist nämlich Fischen und er hätte uns auch aufs Meer mitgenommen, wenn der Wetterbericht etwas mehr Sonne gezeigt hätte. Trotzdem servierte er uns verschiedene Fische, inklusiv zwei Tintenfische. Fazit; Mathias mag nun definitiv Fisch und auf den Tintenfisch verzichten wir gerne in Zukunft, aber haben bis auf den Zahn alles aufgegessen!!!

 

Auf der Halbinsel Peljesac, welche für ihren Weinanbau bekannt ist, fuhren wir ins kleine Dörfchen Ston, welches für ihre „chinesische Mauer“ bekannt ist und trotz dem Krieg immer noch besteht. Von dort oben konnten wir insgesamt neun Schlangen und drei Schildkröten entdecken, welche wie wir die Sonne genossen. Das wäre ja alles noch in Ordnung, aber dass auch 50cm neben uns eine über den Weg schleichen musste war für Nadja zu viel. Vor allem, wenn sie an den Abend denkt, wo auch ihr Tank mal hinterm Busch geleert werden muss!!

 

Schon oft sahen wir den Fischern zu. Nun konnte es Mathias nicht mehr lassen und musste auch eine Angel kaufen. Petri heil, Mathias – doch leider bisher ohne Erfolg. Aber er lässt der Kreativität keine Grenzen und setzt auf seine eigene Strategie mit Mais. Mal sehen wann der erste Fisch anbeisst…

 

In Dubrovnik war die Höhle los, was der Verkehr angeht. Einen Parkplatz in der Stadt zu finden war ein Glückspiel. Also entschlossen wir zuerst einmal einzukaufen. Dies war wohl auch nicht die bessere Entscheidung, denn wir schlossen unseren Autoschlüssel im Manny ein. Uuups, es ist so schnell passiert! Schnell war klar, wir müssen in Manny einbrechen, doch wie? Wie wir schlussendlich dank dem Automech und einem Deutschen wissen, ist es kinderleicht das Klappfenster aufzuklappen ohne etwas zu beschädigen. Wir waren also etwas aufgebracht und fuhren ein Camping in der Stadt an. Von dort aus fuhren wir mit den Velos in die Altstadt und bewunderten die Stadt von der Mauer.

 

Leider änderte das Wetter als wir in Montenegro einfuhren und konnten deshalb nicht sehr viel vom Land und der Kultur besichtigen. Doch den schlechten Strassenasphalt bekam Manny zu spüren aber auch die 30cm tiefen Schlaglöcher umfuhr Manny gekonnt. Trotzdem fuhren wir durch den Nationalpark und sahen den schwarzen Berg, welcher Montenegro den Namen gab. Somit erreichen wir den höchsten Punkt auf unserer Reise bei 1550M.ü.M. umringt von mehreren Meter hohem Schnee.

 

An der bosnischen Grenze hatten wir schon das Kribbeln in den Beinen als sie uns 30min neben einer Autowaage warten liessen. Da wir unser Fahrtgewicht vor Abfahrt nicht mehr prüften, konnten wir unser gesamt Gewicht nur erahnen und dies war wohl etwas über dem Soll Bereich. Doch zu unserer Erleichterung mussten wir ihm nur alle Schränke aufmachen, er warf einen Blick rein und liess uns ohne Kommentar weiterfahren. Die Strasse führte uns über Pässe wo Kilometer weit keine Zivilisation war. Nur Kühe, Pferde oder Schafherden verkamen uns regelmässig als Verkehr. Da die Strassenverhältnisse nicht besser wurden, wir dem Regen flüchten wollten und uns dieses Land nicht besonders inspirierte fuhren wir ausnahmsweise einen Teil auf der Autobahn.

 

Nun sind wir also wieder in Kroatien und auf dem Weg nach Budapest. Die Sonne begleitet uns auch wieder und wir hoffen, dass ihr auch warme Tage habt.

 

Zivili – Prost!

Nr.2 - Pula – Sibenik, Kroatien

 

In Pula genossen wir die Gastfreundlichkeit von Onkel Paul und Winka. Die zwei Auswanderer wohnen an einem wunderschönen ruhigen Örtchen 1km neben dem Meer. Während Mathias beim Bau des Hühnerhauses mithalf, profitierte ich von den Winka’s Kochkünsten. Die feinen Fische, welche sogar Mathias mit Genuss verzehrte, stärken uns für eine Velotour dem Meer entlang. Die Strandpromenade war Menschen leer, so genossen wir die Sonne und das klare Wasser, welches in allen blauen Farben glänzt. Netterweise führten uns die fast Einheimischen durch die Altstadt von Pula. Nach den drei erholsamen Tagen verabschiedeten wir uns dankend und fuhren wieder zurück nach Rovinj, wo am Wochenende der Red Bull Air Race Event stattfand. Begeistert bestaunten wir die Flieger, welche in der Luft kurvten.

 

Auf dem Weg zum Nationalpark der Plitvicer Seen tuckerten wir über die hügelige, teils beinahe schon bergige Landschaft von Kroatien. Nachdem wir die Meeresluft hinter uns liessen, veränderte sich die Landschaft abrupt. Die sonst rote Erde wurde braun und die Bäume grösser. Die Fahrt zum grössten und ältesten Nationalpark in Kroatien lohnte sich. Die zahlreichen Wasserfällen und Seen zeigen eine eindrückliche Landschaft, die man sonst nicht so schnell sieht. Durch eine spezielle Substanz im Wasser bildet sich das Wasser immer wieder neue Wege und verändert das Bild des Parks ständig. Den beinahe Atemlosen Anblick verschaffte uns aber eine Schlange, welche neben uns davon zischte…

 

Eine Blitz und Donner reiche Nacht in den Bergen bewies uns, dass Manny nun dicht ist. Die Abdichtungsarbeiten haben sich also gelohnt – Manny ist Allwettertauglich! Dass wir die schlotterreiche Nacht nicht erträumten, bestätigte der Schnee auf und rund um Manny am Morgen. Schnell also wieder an die Wärme, ans Meer…
Auf einer sehr windreichen Strecke, welche uns die Strassentafeln und Windrändern bestätigten, brachte uns Manny einen Schrecken ein. Das Dachfenster öffnete sich nämlich automatisch. Hilfe, nach dem zweiten Mal war klar – Warnblinker rein und das Dachfenster wird mit einem Spannset runter gebunden. Einen zweiten Dachfensterverlust (nach dem Ersten kurz vor Abfahrt in der CH) konnten wir uns nicht leisten.

 

Zurück am Meer übernachteten wir 20m neben dem Wasser. Dort trafen wir einen einheimischen Herrn, welcher gerade mit seinem Hobby beschäftigt war. Er zerschlug Steine mit seiner Hand und warf Messer gezielt in einen Baum. Der zuerst unheimlich vorkommende Herr entpuppte sich als sehr gesprächig, klug und freundlich. Während sein Sohn Mathias auf Kroatisch vollquatschte, erzählte sein Vater von seinem ungewöhnlichen Hobby, den Zeiten im Krieg und der wirtschaftlichen Lage Kroatiens. Nach einem langen und eindrücklichen Gespräch schätzen wir unsere Schweizer wieder doppelt und verspeisten gleich eine Rösti mit Spiegelei J

 

Nun gönnen wir uns gerade eine Nacht auf dem Luxus Campingplatz in Sibenik bevor wir auf die Inseln verschiffen. Im Moment ist es ziemlich windig und ein paar Regentropfen zeigten sich kurz gegen Abend. Trotzdem konnten wir es nicht lassen, die ersten Schwimmzüge im kalten Meer zu machen…

 

Adioooos und bis bald…
Herzlichst Mathias&Nadja

Nr 1 - Schweiz - Rovinj, Kroatien

Nachdem wir von der Steuererklärung bis zu den Schlussarbeiten bei Manny endlich alles erledigt hatten, war es so weit. Bei bestem Wetter starteten wir am 4.4.2014 in unser grosses Abenteuer Richtung Südtirol. Über den Reuscherpass, ins wunderbare Tal Val Venosta. Dort staunen sogar zwei echte Thurgauer über diese vielen Apfelplantaschen. Nachdem wir die erste Nacht in der Mitte der Apfelbäume verbrachten, wussten wir auch bestens über die Bewässerung all der Bäume Bescheid. Mit Manny tuckerten wir bis zum Schloss Thurnstein, wo wir eine wunderbare Aussicht über Meran genossen. Am Sonntag besichtigten wir bei bestem Wetter die schöne Wasserstadt Venedig. Die Touristen strömten durch die Gassen. Auf dem Marco Polo Platz bestiegen wir den Turm auf 60m Höhe und sahen Venedig von oben. Weiter nach Jesolo, fanden wir ein leeres Touristen Dorf vor. Zu unseren Gunsten, denn wir übernachteten 100m neben dem Meer zwischen den Bungalows.

 

Bella Italia lassen wir hinter uns, obwohl die weiten Äcker mit ihren kleinen Bächen dazwischen Fragen aufwerfen. Es war faszinierend, wie die Bauern die riesen Felder bewirtschaften. Da Mathias öfters durch die Traktoren abgelenkt war, kamen wir eher schleichend vorwärts. Nachdem wir einen Besuch auf einem Bauernhof abgestattet hatten, war dies aber auch vorerst mal abgehackt...

 

Kurz vor der Grenze zu Slowenien lachten uns zwei junge Autostopper an. Nach dem Manny seine Türen öffnete, war schnell klar, dass dieses Engländer Paar ganz interessante Mitfahrer sind. Sie kommen von Manchester und wollen mit Autostoppen bis nach Istanbul. Schrecken bei der Passkontrolle an der Grenze zu Kroatien – Mathias fuhr etwas zu schnell am Polizist vorbei. Diesem gefiel dies überhaupt nicht. Schnell waren vier Polizisten vor Ort, welche uns Vier genau unter die Lupe nahmen. Zwei Schweizer- und zwei Engländer Pässe kamen den Beamten etwas spanisch vor. Doch nach einem kurzen Blick in den Bus liessen sie uns doch über die Grenze fahren. Glück gehabt – wir haben doch keine Bankräuber mitgenommen!

 

Am Meer entlang, fanden wir leider nur geschlossene Campingplätze vor. Wir fuhren bis nach Rovinj wo wir erfolgreich waren. Dort grillierten wir mit hungrigen Bäuche feine Spare Rips mit Potatos und feinem Gemüse. Den Abend verbrachten wir mit unseren Mitfahrern Phil und Rachel, welche neben uns das Zelt aufstellten.

 

Mittlerweile haben wir uns zwei Ziele gesetzt...
- Autobahnen möglichst zu vermeiden und
- möglichst viele Vogelperspektiven von einer Stadt oder vom Lande zu sehen, sei es mit Manny, den Drahteseln oder sonst wie…

 

Wir geniessen die Reise in vollen Zügen und jeder Tag endet mit vielen neuen spannenden Ereignissen. Ganz liebe Grüsse aus dem warmen Kroatien,

Mathias und Nadja